Wusstest du schon, dass ...

... manche Tiere ihre Farbe wechseln können.

Chamäleons sind dafür bekannt. Sie gehören zu den Echsen und leben vor allem in Afrika; einige Arten gibt es auch in Südeuropa. Sie sind perfekt an ihre Umgebung angepasst und klettern meist langsam in Büschen auf der Jagd nach Insekten umher.

Durch ihre Fähigkeit, ihre Farbe zu ändern, können sie sich so gut an ihre Umgebung anpassen, dass sie für uns praktisch unsichtbar sind. Im trockenen Gestrüpp sind sie dann gelblich oder grau, in einem grünen Busch eben blattgrün.

 

Ich weiß das alles, weil ich selbst einmal ein Chamäleon zu Hause hatte:

TricerotopsChamäleonein Chamäleon mit drei Hörnern auf dem Kopf, das ich Georgi getauft habe.

 

Für Georgi habe ich ein Terrarium eingerichtet. Mit seinen drei Hörnern sah er aus wie eine kleine Ausgabe des Dinosauriers Tricerotops.


Seine Augen waren wie zwei kleine, voneinander unabhängige Hightech-Kameras, die in unterschiedliche Richtungen spähten und ständig in Bewegung waren. Mit dem einen Auge konnte er nach hinten schauen, während das andere gleichzeitig mich beobachtete. Das war ulkig.

 

Augen Chamäleon

 

Sobald eine Fliege im Terrarium auftauchte, blieb das Auge, das sie zuerst entdeckte, darauf fixiert, während das andere Auge sich nun auch zu der Fliege drehte. Dann bewegte sich auch sein Körper, sehr, sehr langsam, auf die Beute zu. War der richtige Abstand erreicht – dann schoss seine lange klebrige Zunge zielsicher nach vorn. Die Fliege hatte keine Chance und verschwand in seinem Maul!

 


Das Coolste an Georgi, meinem Dreihorn-Chamäleon,  war aber seine Farbwechselfähigkeit:

Er konnte von hellem Gelb über grelles Grün bis zu nahezu Schwarz wechseln, und das ging ganz schön schnell. Meistens zeigte er Hellgrün. Er war zahm und kroch manchmal von meinem Arm über mein Ohr auf meinen Kopf, dort oben blieb er dann lange ganz ruhig liegen; dann war er fast schwarz, was wahrscheinlich an meiner dunklen Haarfarbe lag.

 

ChamäleonDie Fähigkeit des Farbwechsels ist faszinierend. Die Farben dienen natürlich der Tarnung, zeigen aber auch den Gemütszustand des Chamäleons.

Ich habe es genau beobachtet, geforscht und dabei interessantes entdeckt. Meiner Einschätzung nach haben die Farben folgende Bedeutung:


Hellgrün: Mir geht’s super! Alles entspannt.
 

Braun oder gelblich: Ich bin unsichtbar im trockenen Gestrüpp.
 

Dunkelgrün bis Schwarz: Hier ist’s warm – ich tanke Energie.
 

Sehr dunkle Farben mit farbigen Flecken: Hey! Mir passt hier etwas nicht.
(Vielleicht ist Georgi gestresst oder sauer.)
 

Grellere Farben: Schau her, ich bin der Boss! Oder: Willst du mich beeindrucken?
(So reagieren Chamäleon-Männchen, wenn sie rivalisieren oder ein Weibchen beeindrucken wollen.)
 

Blass oder matt: Mir ist kalt, ich bin müde oder krank.

 

Und jetzt meine Aufgabe für euch:

Wenn ihr das nächste Mal in einem Zoo seid, schaut ganz genau in die Terrarien. Vielleicht entdeckt ihr ein Chamäleon. Aber … vielleicht hat es sich längst vor euch getarnt.

 

 

 

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Erstaunlich, was man sehen, wissen, erleben und entdecken kann.
Halte die Augen offen.